HILFREICHES

DIE LIEBEN GEWOHNHEITEN

Das Umstellen von eingefahrenen Gewohnheiten ist immer eine Herausforderung! Der Mensch ist erwiesenermaßen ein Gewohnheitstier.

 

Ess- und Trinkgewohnheiten ändern – aber wie?

Es ist ein Dilemma! Obwohl wir oft wissen, was wir tun sollten, um unsere Ernährung zu verbessern, schaffen wir es nicht, die guten Ratschläge im Alltag zu integrieren. Zu mächtig sind die eingefahrenen Gewohnheiten, die uns seit vielen Jahren treu begleiten. Was also tun?

Die gute Nachricht ist: Mit dieser Problematik bist Du nicht allein! Den meisten Menschen, die in ihrer Ernährung etwas verbessern wollen, geht es am Anfang so! 

Deshalb ist es wichtig, sich für einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen Zeit und Geduld zuzugestehen, um neue – bessere – Rituale im Alltagsleben zu etablieren! Zu diesem Thema findest Du konkrete Anleitungen in meinem Artikel „Mindset ändern – gute Gewohnheiten kann man lernen!“

Wie das geht, erfährst du hier!

 

 

Hier findest Du weitere mögliche Hilfen, die Dir Deinem Umstellungsprozess auf das, was Dir gut tut helfen können. Sie zielen vor allem darauf ab, nicht nur Deinen Willen und Dein Durchhaltevermögen anzusprechen, sondern vielmehr Deine Selbstwahrnehmung zu stärken:

 

  1. Verbanne das Wort „Diät“ aus Deinem Wortschatz! Wer langfristig seine Ernährungsgewohnheiten verbessern will, muss sich darüber bewusst sein, dass es sich dabei um einen dauerhaften Prozess handelt. Das Ziel der Übung muss in diesem Fall daraufhin ausgerichtet sein, dass wir wieder spüren lernen, was uns guttut und wir von innen heraus das Bedürfnis haben, unserem Körper Gutes zu tun! Das dauert. Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Wenn Du (wieder) gelernt hast, Deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen Rechnung zu tragen, wird es Dir auch über einen längeren Zeitraum Spaß machen, gesund und ausgewogen zu essen.
      
  2. Veränderungen brauchen Zeit und Geduld! Verhaltensänderungen sind keine Vorsätze für zwei oder drei Wochen (wie bei den meisten Crashdiäten). Erfolg kommt nicht über Nacht. Sei deshalb geduldig mit Dir und Deinem Körper. Und ignoriere blöde Fragen oder Sprüche Deiner Umgebung!

  3. Höchstens 1x pro Woche auf die Waage! Alles andere ist kontraproduktiv. (siehe Punkt 2.) Dein Gewicht schwankt nämlich und die angezeigte Gewichtsabnahme unterscheidet nicht zwischen Fett-, Muskelmasse oder Wasser. 

  4. Plane bewusst Zeit für Deine Mahlzeiten ein! Genussvolles essen und trinken ist keine verlorene, sondern auf jeden Fall gewonnene Zeit, in der Du Dich ein wenig entspannen und auf die angenehmen Dinge des Lebens konzentrieren kannst! Zelebriere Dein Essen und freue Dich, dass Du etwas Gutes und Nahrhaftes zu Dir nehmen kannst.  

  5. Menge reduzieren? Kein Problem! Nimm Dir kleinere Portionen oder – noch besser – nimm Dir einen kleineren Teller. So lernst Du leichter, aufzuhören, wenn Du satt bist. Am besten funktioniert Dein Sättigungsgefühl, wenn Du ohne Ablenkung (z.B. Fernseher), sitzend und in Ruhe isst. So ist die Gefahr, Deine innere Stimme (Das ist die, die Dir sagt, wann Du satt bist 😉) wesentlich kleiner!                                                                               Und: Wenn Du satt bist, darf auch gerne ein „Anstandsrest“ auf Deinem Teller bleiben! 

  6. Reduziere Deine Essgeschwindigkeit! Nimm kleinere Bissen. Versuche jeden Bissen 10 – 15 x zu kauen, bevor Du ihn hinunterschluckst. Mache nach jedem Bissen eine kleine Pause bevor Du weiter isst. 

  7. Meide Alkohol! Jede Art von Alkohol enthält viele (leere) Kalorien, die sich gerne als Fettpölsterchen niederschlagen. Zum Essen getrunken bremst er zudem die Fettverbrennung und regt den Appetit an. 

  8. Wenn der Hunger zwischendurch trotzdem ab und zu kommt – trinke zuerst ein großes Glas Wasser! Gut möglich, dass Dein Körper einfach nur durstig ist... 

  9. Kaufe so wenig wie möglich auf Vorrat ein bzw. gehe nie mit knurrendem Magen einkaufen! 

  10. Gehe wenn möglich nicht hungrig aus dem Haus! Die Gefahr „irgendetwas“ zu essen ist in so einem Fall sehr groß, weil man oft nicht die Möglichkeit hat, sich eine passende Mahlzeit schnell zu organisieren. Besser ist es, sich eine kleine typengerechte Mahlzeit mitzunehmen und diese bei Bedarf unterwegs zu verzehren.

 

bewusst und nachhaltig einkaufen

Tipps für Deinen Lebensmitteleinkauf

Es passiert wie so oft im Alltag: Man steht im übervollen bestens sortierten Supermarkt vor einem Regal und möchte beispielsweise geschälte Tomaten in der Dose/Flasche/Tetrapack kaufen und hat keine Ahnung, welches Produkt man nehmen sollte, um dem eigenen Anspruch nach Nachhaltigkeit, gesunder Ernährung und möglichst chemiefreiem (Stichwort E Nummern) Inhalt gerecht zu werden.

Ich persönlich kenne dieses leidige Problem zur Genüge und möchte ehrlich gesagt  gar nicht wissen, wieviel Zeit ich bereits recherchierend vor Regalen gestanden habe, um mir ein individuelles Bild zu den Lebensmitteln zu machen, die letzten Endes ein Teil meines Körpers werden sollen.

Ja, Du hast richtig gelesen! Ein Teil des Körpers. 

 

Es ist nämlich tatsächlich so, dass wir all unsere Nahrung in irgendeiner Form durch die körpereigenen Stoffwechselprozesse in unsere Zellen aufnehmen und somit – vereinfacht dargestellt – alles was oben rein kommt, eine Auswirkung auf unseren Körper hat. Diese Vorstellung kann beängstigend sein, wenn ich mich vorrangig mit Junkfood ernähre und diesem Umstand bis dato keine Beachtung geschenkt habe.

Andererseits kann die Bewusstmachung dessen, dass wir in wirklich jeder Form selber dafür verantwortlich sind, wie gesund unsere leibliche Hülle ist bzw. bleibt auch eine große Chance sein. Sobald wir nämlich anfangen, im Kleinen Dinge zum Besseren zu verändern, beginnt auch eine Veränderung im Großen. (Ich denke da an regional und saisonal produzierte Produkte im Gegensatz zur konventionellen Nahrungsmittelproduktion,  die Wirkungsweise der globalen Marktwirtschaft, Klimaproblematik, Flüchtlingswelle, usw. usw. – die Liste an damit verbundenen Systemen ließe sich noch eine Weile lang fortsetzen…) 

 

Falls also auch Du mehr Interesse für Dich, Deinen Körper und Deine Umwelt aufbringen willst, habe ich Dir hier ein paar kurze Tipps zusammengestellt, die Dir Deine zukünftigen Einkäufe erleichtern können und sollen:

  1. Augen auf bei der Zutatenliste: Sie verrät, was im Produkt enthalten ist. Da die Zutaten nach Mengen gereiht sind, steht an erster Stelle immer das, wovon am meisten vorkommt. (Und das ist in vielen Fällen Zucker!)
  2. Viele E-Nummern = viele Zusatzstoffe! Die E-Nummern zeigen an, welche Zusatzstoffe das Lebensmittel enthält. Eine lange Liste deutet auf vielfältige Bearbeitung hin.
  3. Lightprodukte sind Mogelprodukte! Fett ist ein Geschmacksträger. Wo Fett herausgenommen wird, muss oftmals mit Zucker und künstlichen Aromen am Geschmack nachgebessert werden! (siehe Zutatenliste) Und da wo Zucker fehlt, wird mit Süßstoffen kompensiert. Leider haben auch diese oftmals gesundheitlich bedenkliche Auswirkungen (Aspartam steht im Verdacht, krebserregend zu sein…) und sollten aus diesem Grund so wenig wie möglich konsumiert werden!
  4. Wer sich vernünftig ernährt, braucht keine Extraportion Vitamine oder Mineralstoffe. Damit angereicherte Produkte sind lediglich teuer.
  5. Heimisches Obst und Gemüse der Saison (am besten in Bio-Qualität) sind immer die beste Wahl! Südfrüchte und Ähnliches haben lange Transportwege,  werden bereits während des Anbaus mit Pestiziden besprüht, unreif geerntet und meist chemisch nachbehandelt (Bananen – Reifegrade!). Das trägt nicht unbedingt zu einer guten Gesundheit bei!

Spannendendes Einkaufen wünscht Dir Katrin!