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Das Leben wieder feiern - Wie ich herausfinden kann, was mir gut tut

 

Ein schöner (Sommer)tag wie heute, lädt dazu ein, das Leben und die Früchte der Erde zu genießen! Wer immer kann, sollte schleunigst seine Aktivitäten nach draußen verlagern und Kraft und Lebensfreude tanken -  auch wenn Alltagstätigkeiten uns scheinbar davon abhalten. Mir ist schon klar, dass viele Dinge sich nicht von selbst erledigen. Wir alle, egal ob mit Familie oder nicht, haben Wohnungen zu versorgen, Einkäufe zu erledigen, Verpflichtungen nachzugehen. Trotzdem: Ich möchte hier dazu anregen, mehr Zeit vor der Tür zu verbringen und finde  in diesem Zusammenhang einen Perspektivenwechsel ganz wichtig...

 

 

Warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?

·         Warum nicht einmal auf der Terrasse oder am Balkon in der Sonne bügeln statt in der Wohnung mit Frustgefühlen, weil die schöne Zeit               des Tages nicht draußen genossen werden kann?

 

·         Wer sagt, dass die Vorbereitung für das Mittag/Abendessen nicht auch einmal im Garten oder auf dem Balkon stattfinden kann? (Und                  wer beispielsweise schon einmal ein Apfelmus gekocht hat, dessen Zutaten in der Sonne geschnitten und für den Kochvorgang                                hergerichtet  wurden, wird aus eigener Erfahrung wissen, dass es sehr wohl einen gefühlten Unterschied macht, unter welchen                                 Rahmenbedingungen Dinge  entstehen.)

 

·          Schreibarbeiten erledigen oder Hausaufgaben kontrollieren macht in der frischen Luft deutlich mehr Spaß als im muffigen Zimmer.

 

·          Putzen, staubsaugen etc. kann man/frau meiner Meinung nach getrost zu Zeiten machen, wo das Wetter schlecht(er) ist bzw. die                             eigenen Bedürfnisse nach Natur und Erholung gestillt sind! Nach dem Motto: Der Dreck läuft Dir nicht weg! ;-)

 

 

Wir müssen das Leben wieder mehr feiern!

Nicht nur am Wochenende oder zu besonderen Anlässen, sondern auch – ja, gerade dort! – in den kleinen Alltagsdingen, denen wir sowieso nicht entkommen können. Wenn nicht ich selber mir die Erlaubnis dazu gebe, Freude zu verspüren und Spaß bei dem zu haben, was ich tue – wer dann?

 

Gerade Frauen neigen dazu, sich von den alltäglichen Kleinigkeiten erdrücken zu lassen. Irgendetwas ist immer. Der einzige Weg raus aus dieser Abwärtsspirale, ist sich kleine Inseln zu suchen. Falls nötig solche auch ganz bewusst zu schaffen, damit die Last an Verpflichtungen nicht überhand nimmt. Und da der Tag nun einmal nur 24 Stunden hat, wir alle ein geregeltes Maß an Schlaf brauchen und Vieles im Leben eben so ist wie es ist (Stichwort Haushalt), gibt es meiner Meinung nach Sinn, wenn diesen Umständen die negative Zuordnung entzogen wird.

 

Viele Tätigkeiten sind beispielsweise auch gut miteinander kombinierbar: So kann das Putzen von Fenstern oder das Bügeln von Hemden durchaus zur meditativen Arbeit umfunktioniert werden – alleine dadurch, dass die Arbeit ganz bewusst ausgeführt wird und ich während des Vorganges ganz achtsam bei mir bleibe.

Achtsam heißt in diesem Zusammenhang:

+  Spüren, wenn es genug ist und eine Pause fällig ist. Konzentriert und ohne äußere Ablenkung das Tun verrichten.

+  Sich ganz konkrete Zeitfenster reservieren, die dann wirklich effizient genutzt werden.

+  Möglicherweise auch in sich hineinhorchen und erspüren, was gerade für eine Befindlichkeit die Oberhand hat (diese dann annehmen                und akzeptieren hilft dabei, negative Gefühle aufzulösen) usw.

 

Auch das Kochen kann zu meditativen Zwecken genutzt werden. In Kombination mit angenehmer Musik beispielsweise. Mit diesem Setting ist es nur ein kleiner Schritt zur bewussten Präsenz, die nötig ist, um bei sich zu bleiben, herauszufinden, was gut tut und Gefühle wie Freude und Genuss (wieder) zuzulassen.

 

 

Das Einkaufen von Lebensmitteln kann man ebenfalls dazu nutzen, sich Gutes zu tun. Die Bewegung  in der frischen Luft macht den Kopf frei , bringt neue Energie und für den Fall, dass der Einkauf bei einem regionalen Direktvermarkter stattfindet, besteht sogar die zusätzliche Möglichkeit sich durch den Kontakt mit den bäuerlichen Strukturen wieder etwas mehr zu erden und sich der Schönheit und Vielfalt der Natur bewusst zu werden.

 

Absolut empfehlenswert – wenn auch im Normalfall nicht die Regel – ist das eigene Sammeln von Zutaten in der Natur, um die abwechslungsreiche und saisonale Küche zu bereichern:

+  Wann warst du das letzte Mal zum Pilze sammeln?

+  Wäre es nicht ein besonderer Genuss, Marmelade mit selbst geernteten Früchten des Waldes zu essen?

+  Walnüsse – im Geschäft eine teure Delikatesse – liegen oft ungerntet in den Wiesen und auf der Straße

+  Sogar Besonderheiten wie Wildspargel oder Wildkräuter finden sich je nach Jahreszeit reichlich – wenn man danach sucht.

 

Vielleicht hast  Du ja Lust, ein Spiel daraus zu machen und Wälder und Wiesen nach "Beute" zu durchstreifen?

 

Um es auf den Punkt zu bringen: Es kommt immer auf den individuellen Blickwinkel an, mit dem ich eine Sache betrachte!

 

Wenn ich mich dahingehend öffne, dass die täglichen Erledigungen von der Fron zum eigenen Wohlbefinden transformiert werden können, entsteht schnell eine ganz neue Energie...

Plötzlich ist der ständige Zeitdruck nicht mehr ganz so hoch, weil ja einiges von dem, was mir in meiner alten Sichtweise die Zeit „geraubt“ hat, nun plötzlich dazu beiträgt, dass ich ruhiger werde, im Idealfall sogar entspannen kann!

 

Die Kunst ist also, Gefühle und Tätigkeiten so miteinander zu verknüpfen, dass eine Win-Win-Situation entsteht. Und das gelingt meines Erachtens nach sehr gut und relativ leicht in der Natur. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir ab sofort ständig durch den Wald laufen müssen, wenn wir Entschleunigung suchen. Nein. Aber es hilft, Naturerfahrungen (und die können wie gesagt am Balkon, auf der Terrasse, im Garten oder auch im Park stattfinden - konkret das persönliche Innehalten, das Spüren von Sonne, Wind und Wetter und das Beobachten der kleinen Dinge) als Anker zu verwenden, um wieder mehr Freude und Ruhe in den oft als grau und mühsam empfundenen Alltag zu bringen.

 

Mit jedem Mal, das dazu beiträgt, den Tag positiver zu gestalten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dauerhaft Gefallen daran zu finden. Und wir alle wissen, dass Regelmäßigkeit im Zusammenhang mit dem Erlernen von Neuem eine ganz wichtige Rolle spielt.

 

In diesem Sinne kann ich nur jedem Menschen raten, den Versuch zu wagen für die Dauer von mindestens 3 Wochen den konkreten Vorsatz zu verfolgen, sich den Alltag, wie von mir beschrieben, leichter zu machen.

Wer nach dieser Zeit immer noch das Gefühl hat, es bringe nichts, die eigenen Verhaltensweisen zu hinterfragen und Neues auszuprobieren, der sei hier in Ehren entlassen. Für alle anderen, die eine Veränderung an sich bemerken und Lust auf mehr bekommen: Sei herzlich willkommen! Dieser Weg wird Dich langfristig zufriedener und glücklicher machen...

 

 

Das meint im Ernst,

Deine Katrin

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